Letzte Nacht

Der Titel des Beitrags könnte auch derjenige eines Gedichts von mir (gewesen) sein. Es begab sich eine skurrile Situation. Ich lag wach, in einer Nacht, als ich einen sehr großen Streit mit einer Ex-Freundin hatte. Das grenzt auch den Zeitraum ein, in dem diese Zeilen entstanden sind, genau beziffern könnte ich das Datum allerdings nicht. In dieser Nacht wechselte ich mehrere Male vom Bett auf dem Boden auf den Boden des Bodens. :) Ich spielte den Trotzkopf, war der kleine Junge, der ich oft bin. Allerdings fühlte ich mich ziemlich alleine. Und so absurd und traurig die Situation in dieser Nacht war, so habe ich doch in einem fixen Moment versucht ein Gedicht in Gedanken zu formulieren. Immer wieder wiederholte ich die Zeilen, die sich auch aufgrund von Ereignissen an der Hochschule in meinem Kopf breit machten. Das Gedicht sollte Goethe gewidmet sein, wie widersinnig das eigentlich auch sein mag, da Goethe Frauen betrog, Mitstreiter hinterging und ich bis heute nicht verstehe, wie dieser Arschkriecher der deutschen Literatur dermaßen Erfolg haben konnte und Heute als großer deutscher Literat gilt. Continue reading Letzte Nacht

Der Tragödie beider Teile

Goethes Faust I und II sind vom Odysee Theater Wien in Zusammenarbeit mit Esselbach Internet Solutions als Video produziert worden. Die beiden Videos sind zumindest von der Bildschirmauflösung “Highend”, sie entsprechen der Zertifikation des neuen HD-Standards für Bildsignale. Insgesamt müssen deshalb auch knappe 8 GB an Daten herunter geladen werden. Die allerdings sind kostenlos unter der Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht worden.
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Eine schöne Familiennovelle mit Sinn für Realität

Johann Wolfgang von Goethe (geb.: 1749, gest.: 1832) schrieb Hermann und Dorothea, eine, wie ich finde schön zu lesende Novelle, die als Topos eine ganz gewöhnliche Familiengeschichte zu erzählen versucht. Wirt und Wirtin sitzen vor ihrem Gasthaus zum goldenen Löwen und beobachten eines schönen Tages, irgendwo im Rheinland die Schaulustigen ihres eigenen Ortes, wie sie hinter einem Strom von Flüchtlingen hinterher rennen, nur um dem Leid dieser Leute als Spektakel gewahr zu werden. Gerade die Figur des Wirtes verkörpert in dieser Novelle die noch als klassisch zu bezeichnenden Werte; er strebt nach Verbesserung im Leben, die für ihn hauptsächlich durch Oberflächlichkeiten realisiert wird.
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Goethe mochte Schiller nicht leiden…

… bis er ihn irgendwann kennen und schätzen lernte. Wir Leute von heute verfügen über ein Vermächtnis, den Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe. Diesen behandeln wir in diesem Semester in einem Proseminar (II) in der Neueren Deutschen Literaturgeschichte (NDL). Uns ward geraten, um den Duktus jener Tage ein wenig florieren zu lassen, einen Aufsatz von Norbert Oellers zu lesen – “Der Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe”.
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Goethe gegen die Frauen?!

Kapitel 23 Goethe in Christa Bürgers Buch Mein Weg durch die Literaturwissenschaft lässt zumindest erahnen, dass das Selbstverständnis Goethes nicht gerade emanzipiert und ohne Angst gegenüber dem anderen Geschlecht geformt gewesen sein muss. Interessant ist, dass Bürger dieses Kapitel zunächst mit dem Verweis auf einen eigenen Aufsatz beginnt, in dem der
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