2006
04.21
I will try to summarize what I am learning this year in a sociology lecture on game theory. What is it all about? Obviously there is an inclusion of strategies, rules and all that used in computer games within the scoop of what game theory is analyzing. Everyone who wants to get into this topic has to think about some prerequisites first: what is the deal of game theory and what is it not. Games of Strategy, a textbook from Avinash Dixit and Susan Skeath is the basis for my learning and hence the article’s citations and links are related to this book in particular. I don’t know yet wether I will start summarizing this semestre’s German lectures on game theory as well but it could be possible that whenever I think there is some useful information I will publish it here, merely in German tongue then.
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2006
04.19
Hin und wieder kommt es vor, dass nicht nur jeder denkt, das Studenten den lieben langen Tag die Beine hochlegen. Ein literarischer Fürspruch findet sich in dem Stück Der Hofmeister von Jakob Michael Reinhold Lenz. Im vierten Akt, in der sechsten Szene tut der Musikus Rehaar folgendes Wort an einen Studenten richten, der noch in der Nacht zuvor bei der Tochter des Musiklehrers durchs Fenster gestiegen ist – doch, ein Schelm, wer dabei Böses denkt. Der nächtliche Aufstieg blieb nicht unbemerkt, und offenbar zerreißt man sich das Maul über Rehaars Tochter. Umso wohlwollender klingen die Worte Rehaars, die er an den Hallodri Pätus richtet:
“Was ist zu tun, man muß Geduld haben, ich sag immer, ich begegne keinem Menschen mit so viel Ehrfurcht als einem Studenten: denn ein Student ist nichts, das ist wahr, aber es kann doch alles aus ihm werden.”
2006
04.18
…ist der fiktive Dialog den der.grob sich zwischen Jemand und einem dsungarischen Zwerghamster ausgedacht hat. Putzig wie selbst Fellknäuel auf Ganzkörper-Intimrasur anspringen, wenn der Common Sense es verlangt.
2006
04.18
Man gebe mir einen Hut. Ich werde ihn ziehen. Wenngleich mich wieder und aufs Neue das Gefühl beschlich, dass mir Strukturen, Beziehungen, Motive unterbewusst schon untergekommen sind, so überkam mich gleichsam eine andere Empfindung. Ich und Kaminski ist das maturierteste von Kehlmanns Werken, die ich bislang gelesen habe. Ich müsste mich nur ans Werk machen, die Arbeiten von Kehlmann, die ich bisher bereits gelesen habe, noch ein Mal zu lesen und würde Analogien und Parallelen aufdecken können, würde einen Zugang finden und dem in Wien lebenden Autor eine Kanüle anheften, aus der der Saft seiner Inspiration triefte. Vielleicht werde ich mich eines Tages derart seiner annehmen. Für den Augenblick reicht es, dass ich eine positive Grundschwingung vernehme.
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2006
04.11
Nicht unbedingt wegen des eierköpfigen Trägers, trägt der Artikel diese Überschrift, sondern wegen dessen umfassenden Ausarbeitung. Gotthold Ephraim Lessing – Gott hab ihn selig – wurde 1729 in Kamenz geboren und verschied im Februar 1781 in der Stadt Braunschweig, die noch heute Stolz auf das Ableben Lessings sein kann. In der Doppeldeutigkeit dieser Anmerkungen muss sich der Leser die eigene Wahrheit suchen; sinnvollerweise ist jedoch an dieser Stelle darauf hingewiesen, um Missverständnissen aus dem Weg zu gehen. Die Meinung des Autors über Lessing ist keineswegs schlecht.
Lessing hat selbst nicht nur etliche Theaterstücke geschrieben, sondern sich auch in Schriften poetologisch geäußert. Einige seiner Ausführungen sollen im Folgenden beschrieben werden.
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2006
04.09
Viel eher könnte man verstehen, warum es nur eine schöne Geschichte ist, wenn man sich überlegte, dass sie eigentlich im Französischen abgefasst wurde, und in dieser Sprache vielleicht einen märchenhaften, novellenartigen Duktus tragen soll. Die deutsche Übersetzung versucht sich in derselben Schlichtheit wie das Original, nur dass wir die Geschichte von Religion, Familie und Freundschaft am Ende lediglich wie eine Fabel ohne Tiere lesen können. Angesichts des Preises von sieben Euro, selbst für die Taschenbuchausgabe, gibt es in Zeiten der Ressourcen-Ökonomie weitaus bessere Preis-Leistungs-Verhältnisse in Buchform käuflich zu erwerben.
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2006
04.07
Endlich wieder Puppenspieler. Die Sonnenstrahlen lassen in meinem Kopf ganze Welten sprießen. Für nächsten Winter kaufe ich mir unbedingt eine Tageslichtlampe, oder zumindest etwas Adäquates. Die Phantasie quilt unter der Last der UV-Strahlen und treibt mein Romanmanuskript mit Siebenmeilen-Stiefeln Richtung Vollendung. Hoppla – zu euphemistisch formuliert, denn immerhin befinde ich mich gerade erst bei der Hälfte mit meiner Revisionsarbeit. Doch es wird, Freunde der Nacht, es wird.
2006
04.05
Dreißigjährig veröffentlicht Johann Christoph Gottsched im Jahr 1730 seine poetologische Abhandlung Versuch einer Critischen Dichtkunst vor die Deutschen. Seine Lebenszeit hatte zu diesem Zeitpunkt die erste Hälfte noch nicht erreicht. Geboren um die Jahrhundertwende, im Jahr 1700 in Juditten, starb Gottsched mit sechsundsechzig Jahren.
Gottsched erneuerte (?) das deutsche Drama, indem er es sehr stark an der klassizistischen französischen Dramatik anlehnte. Gottscheds Vorstellung eines Dramas ist antibarock, und sie hält sich streng an Formideale. Den Kern seiner Tragödientheorie bildet der Begriff der Fabel – nach Gottsched der Kern jedes Dramas.
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2006
04.05
Andreas Gryphius und Georg Philipp Harsdörffer teilten als Zeitgenossen das Schicksal im 17ten Jahrhundert geboren worden zu sein. Der einleitende Satz lässt Pathos anklingen, weil es sich tatsächlich um keine schöne Zeit gehandelt haben muss. In Deutschland herrscht Krieg, der Dreißigjährige Krieg, von 1618 bis 1648. Andreas Gryphius (geb. 1616 in Glogaug, gest. 1664 ebd.) ist erst zwei Jahre alt, als der Krieg in den Wehen liegt.
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2006
04.04
Wer so viel Glück hatte als Gelehrter im vierten Jahrhundert vor Christus gelebt zu haben, der könnte heutzutage mit Stolz darauf blicken, wie ein ums andere Mal sein Gedankengut zur Grundlage für Denkprozesse in der Postmoderne würde.
Aristoteles dürfte sich glücklich schätzen. 384 v. Chr. in Makedonien geboren, entwickelte er als Schüler Platons eine Menge Ideen und begründete etliche Disziplinen und beeinflusste wieder andere entscheidend. Eine dieser Disziplinen ist die Poetik, auf die heutige Germanisten nicht verzichten, einzig und allein der Tatsache wegen, dass die Überlieferungen des alten Griechen Aristoteles den Ausgangspunkt für die normative Gattungslehre bilden. Im Fokus der nachfolgenden Darstellung stehen Aristoteles’ Ausführungen zur Tragödienlehre. Zugrunde gelegt werden die Paragraphen 5 bis 11 der Poetik des Aristoteles, da sie inhaltlich diesen Schwerpunkt behandeln.
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