2006
04.03

Goethes Faust I und II sind vom Odysee Theater Wien in Zusammenarbeit mit Esselbach Internet Solutions als Video produziert worden. Die beiden Videos sind zumindest von der Bildschirmauflösung “Highend”, sie entsprechen der Zertifikation des neuen HD-Standards für Bildsignale. Insgesamt müssen deshalb auch knappe 8 GB an Daten herunter geladen werden. Die allerdings sind kostenlos unter der Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht worden.

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2006
04.02

Ich meinte vor kurzem in einem Kommentar, ich würde von Aprilscherzen nicht heimgesucht, weil ich gestern nicht aus dem Haus musste. Da bin ich dann selbst wieder einmal eines Besseren belehrt worden. Als einer von tendenziell immer über zehn Millionen Zuschauern, wurde ich von Thomas Gottschalk herein gelegt. Dieser kündigte zum 25-jährigen Bestehen des Formates seinen Abgang als Moderator von Wetten dass…? an. Es stellte sich schon in der anschließenden Heute-Sendung recht schnell heraus, dass das ein April-Scherz gewesen sein muss. Das Datum war mir gänzlich aus dem Kopf gefegt, als mich der Wetterfrosch wieder daran erinnerte. Es machte Klick, und ohne dass es Spiegel-Online oder andere Presseorgane mir bestätigten, wusste ich, dass ich Tommi zumindest für ein paar Minuten auf den Leim gegangen war.

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2006
03.30

In this year’s 13th issue of Newsweek a report on Sigmund Freud was published in advance of his 150th birthday. Jerry Adler, Newsweek journalist, tries to cover the most significant information about the austrian psychoanalyst whom he names “the architect of therapeutic culture” (p. 35).

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2006
03.26

Das Internet wäre nicht zu dem geworden, was es ist, wenn es das Mittel des Verweises nicht zu seinem Steckenpferd erklärt hätte. Zwar ist diese Verweistechnik gewissermaßen uralt, doch sie erlebte im Zeitalter des World Wide Web eine Renaissance. Als Literat aus Passion behilft man sich neuerdings auch mit Informationen aus dem Netzmedium. Jeder gute Autor macht sich Gedanken und recherchiert ein wenig. Da ich meinem Roman Der Puppenspieler einen Kater als Nebenfigur spendiert habe, kam ich nicht umhin, mich ein wenig über die Anatomie und Bewegungsabläufe von Katzen in Kenntnis zu setzen.

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2006
03.25

Ich habe mehr Probleme, als ich durch einen einzigen Selbstmord lösen könnte.

Woody Allen

2006
03.22

Ein Potpourri aus Ideen, die Kehlmann neu gemischt hat? Ein Allerlei, dass er zu einem sprachlichen Suchbild zusammensetzte? Was genau ist Mahlers Zeit?! Der Roman aus dem Jahr 1999, den ich in der Taschenbuchausgabe von 2001 gelesen habe – er las sich wie eine Reminiszenz an den Kurzgeschichtenband Unter der Sonne; immer wieder beschlich mich dieses Gefühl. Immer wieder kamen mir gewisse Namen, Passagen, Situationen oder Wortfetzen bekannt vor. Bislang ist die Lektüre von Mahlers Zeit die gewinnbringendste gewesen; kein Kehlmann-Roman hat mich mehr überzeugt. Anders als Unter der Sonne, erhält Mahlers Zeit von mir kein durchwachsen als Etikett, sondern darf sich mit einem gut schmücken.

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2006
03.15

Drei Jahre vor dem Roman Der fernste Ort veröffentlichte Daniel Kehlmann eine Sammlung von Erzählungen. Unter dem Titel Unter der Sonne, erschienen 1998, nebst einer gleichnamigen Geschichte, noch sieben weitere Kurzgeschichten Kehlmanns. Bereits durch den Roman vor einer verfrühten Beurteilung gefeit, las ich zunächst alle acht Geschichten, ehe ich mir ein Urteil erlauben wollte. Der Titel meines Artikels deutet es an, es geht mitunter um sehr abstruse Charaktere, die Kehlmann in seinen kurzen Geschichten skizziert. Bevor ich mich den einzelnen Geschichten en Detail zuwende, schicke ich eine umfassende Bewertung voraus, die da lautet: Durchwachsen. Neben den dunklen Figuren, gab es auch einige lichtere. Jedoch die wenigsten davon wurden mir sympathisch, und auch, wenn sie das nicht sollten, so waren es manchmal sogar die ganzen Geschichten, mit denen ich nicht warm wurde.

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2006
03.13

Für wen könnte ein derartiges Buch geeignet sein? Nun, wahrscheinlich für Leute, die sich einen überblick verschaffen wollen. Das möchte ich zwar auch, bin jedoch ein wenig enttäuscht. Sprachlich ist das Buch (Einführung in die Betriebswirtschaftlehre von Klaus Birker) wenig erquickend. Im ersten Kapitel, das ich bislang gelesen habe, wird genau das Wissen ein wenig gequetscht herunter gerasselt, das in der Überschrift meines Artikels anklingt. Die Begriffe, die dort fallen, sind zu viele, als dass ich sie jetzt wiederholen wollen würde. Aber gerade das macht es auch eher zu einem Lehrbuch. Man schlägt es immer wieder auf, und wird sich die Begriffe wohl mit der Zeit einprägen, wenn man es nur oft genug tut.

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2006
03.13

Neuland

Einen Tender voll Genuss,
weht die Welle den Überfluss
herbei, mischt sich bei,
macht uns frei,
lässt dich fliegen,
los, steh auf, darfst nicht liegen,
magst nicht ruhen,
endlich, willst was tun.

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2006
03.09

Er ist Jahrgang 1975. Er gilt trotz allem immer noch als Nachwuchstalent der deutschen Literatur. Ich las die ersten vierzig Seiten und fühlte mich in Einheitsbrei und verständiger Sprachblässe wieder. Die Neugier trieb mich weiter. Sie trieb mich durch die Sätze und durch die Seiten, bis mir, kurz vor Schluss, so langsam aber sicher ein Licht aufging. Kehlmann benötigte vielleicht die einfachen Worte, um nicht den Eindruck zu erwecken, es ginge hierbei um etwas Geheimnisvolles.

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