Verbindung von sozialem und symbolischem Raum

Im Nachhinein betrachtet hat die Lektüre dieses Aufsatzes Sozialer Raum, symbolischer Raum aus Bourdieus Buch Praktische Vernunft vor allem als einführende Erläuterung, als Vorstellung Bourdieus Konzept des sozialen Raums gedient. Der Aufsatz entspricht in einem ersten Teil einem Vortrag, den Bourdieu 1989 in Japan gehalten hat, und in einem zweiten Teil einem Vortrag, den er im selben Jahr in Ost-Berlin gehalten hat. Doch beginnen wir vorne…
Continue reading Verbindung von sozialem und symbolischem Raum

Feld, Kapital = Nutzung, Ressource?

Ganz so einfach lässt sich an dieser Stelle kein Analogieschluss führen, selbst wenn die Überschrift des zweiten Abschnitts in Müllers zweitem Kapitel Soziale Felder und Kapitalsorten: Gesellschaftliche Ressourcen und ihre Nutzung lautet. Auf jeden Fall wird damit angedeutet, in welche Richtung es in diesem Abschnitt geht. Während zuvor noch die triadische Formel Struktur-Habitus-Praxis erläutert und darüber hinaus das Konzept des sozialen Raums angedeutet wurde, geht es jetzt mit einem etwas genaueren Blick zu schauen, welche Möglichkeiten des Austausches von Kapital vorhanden sind und welche Strukturen dahinter stehen. Müller nimmt aus diesem Grund Bezug auf den Bourdieuschen Feldbegriff. Er verkürzt jedoch in seiner Interpretation soziale Felder auf Gebilde, die entlang der horizontalen Achse im sozialen Raum aufgespannt seien (vgl. S. 165). Er vereinfacht die Darstellung, was ein Feld sei auf das Vorhandensein eines, wie auch immer gearteten, Kapitalmarktes, den zugehörigen Akteuren und deren Interessen und Strategien (vgl. ebd.).
Continue reading Feld, Kapital = Nutzung, Ressource?

Bye bye Marx? Das Kapital.

Sicherlich nicht. Was diese Überschrift allerdings andeutet ist, dass wir uns dem Ende von Iring Fetschers Buch nähern. Ich halte es in meinen Augen für nicht besonders sinnvoll die ökonomisch, volks- sowie betriebswirtschaftlichen Standpunkte, die ich in Kapitel 10 von Fetschers Buch kennen gelernt habe, an dieser Stelle wiederzugeben. Es hilft sicherlich nicht dem Verständnis Marx’ ideellen Standpunkt nachvollziehen zu wollen. Das Spätwerk, dass Marx im Grunde bereits viel früher begonnen hatte zu schreiben, jedoch nicht lange genug lebte, um aus seinen vielen gesammelten Arbeitsunterlagen auch ein fertiges Werk entstehen zu lassen, und Marx’ Beschäftigung mit den Gesetzen der Ökonomie bietet jedoch einen Aspekt, den ich erwähnenswert finde, und den Iring Fetscher in einem Exkurs zum Abschluss des 10ten Kapitels darstellt. Er beschreibt dort die ökologische Komponente Marx’ ökonomischen Gedankengänge.
Continue reading Bye bye Marx? Das Kapital.

Herkunft, sowie Schul- und Studienzeit Marxens

Karl Marx war kein Dichter, aber ein Denker, ein großer Denker unserer Zeit. Zur erörternden Lektüre für eine Hausarbeit über Brechts episches Theater, gönne ich mir die Zeit und lese eine Taschenbuch von Iring Fletscher mit dem Titel Marx. Bislang ist mir nur wenig von Marx bekannt, außer dem Titel seines Hauptwerks Das Kapital, so wie einigen theoretischen Begriffen wie Überbau ist mir nicht viel mehr bekannt. Ich hoffe dies mit der Lektüre dieses Buches ein wenig zu verändern. Die unmittelbar folgenden Gedanken stammen aus der Einleitung und dem ersten Kapitel des Buches. Mitunter sind die einzelnen Kapitel nicht sehr lang, weshalb ich nicht unbedingt nach der Lektüre jedes einzelnen von ihnen eine Zusammenfassung anstrebe, vielmehr mache ich es davon abhängig, inwieweit ich die einzelnen Kapitel vielleicht unter einer Überschrift subsummieren könnte, ob ich dann nicht mitunter mehrere Kapitel auf einmal referiere.
Continue reading Herkunft, sowie Schul- und Studienzeit Marxens