Bedeutung und Sprachvergleich

So lautet die Kapitelüberschrift des 8ten Kapitels in Sebastian Löbners Semantikeinführung. Er geht darin exemplarisch auf einige Aspekte ein, die die Position des Strukturalismus noch ein Mal zur Diskussion stellen. Denn nach dem Strukturalismus ist jede Sprache in sich abgeschlossen. Diese Annahme möchte Löbner gerne auf die Probe stellen. Gibt es große Unterschiede, fragt er, oder

“[s]ind alle Sprachen doch im Wesentlichen gleich und erlauben es, dasselbe auszudrücken, über dieselben Dinge zu kommunizieren, nur eben auf die ihnen jeweils eigene Art und Weise?” (S. 230)

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Bedeutungsbeziehungen

Obschon das 5te Kapitel Bedeutungsbeziehungen in Löbners Semantikeinführung nicht weniger umfangreich ist als die vorhergehenden Kapitel, möchte ich dennoch nur einen Teil zur Resümmierung reservieren. Ein nicht unbeachtlicher Teil des Kapitels, bald die Hälfte sogar, nimmt ein Exkurs ein, der über Verwandtschaftsbezeichnungen im Deutschen Auskunft gibt, diese analysiert und zu nicht uninteressanten Ergebnissen auch im Vergleich zu anderen Sprachen kommt, die jedoch hier nicht wiedergegeben werden.
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Noam Chomsky und ein Ende

In der Tat schließt die nun folgende Erörterung den Aufsatz von C. Stetter : Strukturale Sprachwissenschaft ab. Nun seien an dieser Stelle noch einmal kurz alle bisher referierten Teile aufgeführt, angefangen bei der Einleitung über die Auseinandersetzung mit Saussure, bis hin zu Roman Jakobsons näherungsweiser Erklärung-Wie über das Lautsystem der Sprache. Es folgt jetzt eine eher übersichtliche und knappe Zusammenfassung dessen, was Stetter über Chomsky schreibt, gleichsam deshalb, weil wir von Chomsky noch hören werden, wenn es um Syntaxmodelle und die Transformationsgrammatik geht.
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Ferdinand de Saussure – Ein Einblick à la Stetter

Dieser Einblick über das Schaffen und Wirken Ferdinand de Saussures (1857-1913) stammt ebenfalls aus dem Aufsatz Strukturale Sprachwissenschaft von C. Stetter, den ich bereits einleitend vorgestellt habe. Stetter hat in dem Abschnitt über Saussure sowohl sprachtheoretische, als auch sprachphilosophische Aspekte angesprochen – beide möchte ich an dieser Stelle referieren. Vorweg ein Hinweis, der im Grunde nichts zur Sache tut, meine Gedanken jedoch vielleicht davon befreit. Stetter thematisierte sehr wohl beide Bereiche, den der Sprachtheorie und den der Sprachphilosophie, in der Einleitung seines Textes, lieferte in meinen Augen aber nicht notwendigerweise einen Hinweis darauf, dass er seine differenzierteren Ausführungen auch auf beide Aspekte hin ausrichten würde.
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Strukturale Sprachwissenschaft

So viel Zeit muss sein. Dieser Aufsatz (Strukturale Sprachwissenschaft) ist, wie sollte es auch anders sein, ebenfalls Thema der mündlichen Zwischenprüfung. Die Arbeiten von Christian Stetter deuten mitunter sprachlich-stilistisch an, auf welche Sockel von Erfahrung er seine Aussagen zu stellen vermag. Der Zugang wird dadurch nicht immer erleichtert, dennoch hat ein jedes dieser Werke seinen Gewinn bringenden Nutzen. Kommen wir zunächst zur kurzen Einleitung, die Stetter seiner Ausarbeitung voran stellt. In ihr deutet er an, dass es mit der Sprachtheorie und der Sprachphilosophie zwei unterschiedliche Arbeitsbereiche gibt, die sich mit jeweils unterschiedlichen Objekten befassen.
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