2010
01.02

Romanprojekte

Ich bin mir im Klaren darüber, dass ich nicht alle meine Manuskripte zu vollständigen und fertigen Romanen werde ausarbeiten können. Das ist eine äußerst utopische Vorstellung. Denn meine Phantasie ist oft sehr lebhaft, aber auch sehr sprunghaft. Ich habe etliche Manuskripte angefangen, aber nur wenige davon haben aktuell den Umfang erreicht, dass ich sie irgendwann vollenden könnte. Es kommen neue Ideen und Manuskripte hinzu und so werden am Ende eben manche unvollständig bleiben. So erklärt sich denn auch die Überschrift zu dieser Abteilung, die neben den Gedichten und Kurzgeschichten eigentlich mit die wichtigste Rolle in meiner Literatur spielt.

Der Niederländer – 2006: …

Der Puppenspieler – Das Manuskript ist mittlerweile im On Demand-Druck veröffentlicht worden. Es gab Gründe, warum ich es getan hab, aber es gibt gleichsam welche, warum ich es nicht oder auch nicht bei dem jetzigen Hersteller hätte produzieren lassen sollen. Wichtiger sind aber vielleicht einige Bemerkungen, die ich über die Zeit zu diesem Projekt im Blog notiert habe. Ein Beitrag aus dem März 2006 informierte z. B. über die Recherchen zur Kater-Figur Mephisto.

Gustav oder der Tod – 2007 (2006): Zum jetzigen Zeitpunkt (2011) hat das Manuskript bereits 50 Normseiten und einige Kapitel. Das übergeordnete Thema ist der Tod, allerdings wird das Thema in einer Weise aufbereitet, die man sarkastisch oder sogar zynisch nennen könnte. Eines der Kapitel (Der dunkelblaue Mercedes) ist auf Basis eines Kapitels aus “Der Puppenspieler” entstanden, wurde allerdings von mir umgeschrieben und hat nun eine andere Intension. …

Instrumentalwelt - 2006: Die Idee für dieses Manuskript entstand aus einem Traum. Allerdings ist das Manuskript bislang noch überhaupt nicht ausgearbeitet. Einzig die Idee, dass damit der Nachfolger zu “Der Puppenspieler” hätte erscheinen sollen gab es so gut wie keine Bestimmungen, die ich hätte machen wollen. Mit der Zeit aber gab der Titel mir Raum für eine Art Science-Fiction-Story, die man entwickeln könnte. Vor allem in den Jahren 2006 und 2007 sind einige Notizen entstanden, die aber nie mehr als Ideen oder Szenarien beschrieben, die in dem Roman hätten auftauchen können. Der Protagonist soll anders durch die Welt gehen als die übrigen und Gefühle sollen als Gesten wiedergegeben werden, in einer Form von Automatismus – natürlich ist der Einfluss von Brechts Arbeiten über Gestik im Theater an dieser Stelle nicht abzustreiten.

Opfer der Lust: Ein Romanprojekt, das noch nicht wirklich fortgeschritten ist, aber dem ich grundsätzlich sehr viel Aufmerksamkeit beimesse. Es ist ein Projekt, bei dem ich besonders gerne die Schreibarten von Kafka und Süsskind zusammenbringen wollte. Ob es am Ende wirklich so kommt, wird sich zeigen. Der Titel des Romans ist übrigens nicht generisch, sondern geht auf einen Softporno zurück. Erotik wird sicherlich auch ein Thema in dem Roman werden. Eine grobe Struktur habe ich bereits vorgegeben (2011), indem ich achte Kapitel benannte. Aber bis auf einige Notizen und ein halbwegs ausgearbeitetes Kapitel weist das Manuskript noch nichts vor.

Samstag Abend – 2011 (2010):  Eigentlich dachte ich nur, dass ich eine Geschichte ausarbeiten möchte, dann jedoch fing ich an zu recherchieren, und es ergaben sich einige interessante Themen, die man in mehr als einer Geschichte unterbringen könnte. “Samstag Abend” handelt auch von Aufenthalten in Paris, die ich in den vergangenen Jahren hatte, weil meine Arbeit mich dorthin führte.

Schlaflos – Einsame Nächte – 2007 (2006): Dieses Projekt habe ich irgendwann begonnen, als ich auf der Universität klassische Literatur las und eine Freundin von mir sich auf einen Auslandaufenthalt begab. Die Literatur, die ich an der Hochschule untersuchte, hatte auch Briefromane zum Thema, also versuchte ich selbst einen Briefroman zu schreiben. Das Manuskript ist jetzt (2011) noch unfertig, verfügt derzeit aber über knapp 25 Normseiten und beinhaltet bereits jetzt ein “Vorwort an den Leser” und 10 Briefe. Die Basis des Manuskripts ist auf Papier entstanden.

Schwachstelle – 2005: Science-Fiction. Eine Wissenschaftlerin macht einen Durchbruch im Bereich der Biotechnologie. Sie hat wohl den Schlüssel des Lebens dekodiert und muss am Ende dafür einen hohen Preis bezahlen. Soweit die Idee. Kaum Recherche bisher unternommen und bis auf eine halbe Seite auf Papier auch keinen Text produziert. Themen wie Neurobiologie und Psycholinguistik sollen eine Rolle spielen, aber auch die sogenannten Spiegelzellen.

Straßenjäger – 2006 (2005): Ein Romanunterfangen, das im Jahr 2005 seinen Anfang nahm. Neben vielen Notizen auf Papier entwickelte sich auf einem Windows-Laptop in einer Word-Datei ein richtig umfangreiches Manuskript von mehr als 70 Seiten Text. Doch leider Gottes starb die Festplatte in diesem Computer einen Heldentod und nahm nicht nur eine komplette Soziologie-Seminararbeit mit sich, sondern killte ebenfalls die digitale Kopie des Manuskripts. Impressionen als Fußgänger, als Autofahrer und eventuell als Bahnfahrer sollten in ihm Unterschlupf finden, zu unterschiedlichen Jahreszeiten. Ausgangspunkt waren Bilder (in der Natur), Musikstücke, die ich im Autoradio hörte, und andere Dinge mehr, die den Torf bilden sollten, für dieses Buch. Ich habe derzeit (2011) nicht das Gefühl, dass dieses Projekt ein Mal zu einem Ende kommen könnte, weil außer den Notizen nichts übrig geblieben ist und die Worte von damals sich nicht wiederholen lassen.

Traumtänzer – 2010 (2009): Ein Projekt, das seinen Ausgangspunkt im Jahr 2009 hatte, als ich den Film “Nie wieder Sex mit der Ex sah”. Die Hauptdarstellerin Mila Kunis inspirierte mich dazu, einige Dinge zu notieren. Bislang (2011) verfügt das Manuskript aber über nicht mehr als drei Kapitel, die nicht wirklich ausgearbeitet sind. Da im genannten Film auch Dracula in einer komödiantischen Puppenaufführung eine Rolle spielt, wollte ich diese Figur in irgendeiner Form auch in dem Projekt verarbeiten, zumindest aber Einflüsse aus entsprechender Literatur. Mit “Traumtänzer” habe ich in den letzten Jahren auch einige Briefe unterschrieben, manchmal auch Zeichnungen dazu auf entsprechende Briefumschläge gemacht, die einen Seiltänzer mit einem Regenschirm zeigen – ohne doppelten Boden.

Vier Freunde – 2006: Die Ursprünge zu diesen Manusrkipt entstanden wiederum auf Papier. Hauptfiguren sind vier Freunde, von denen einer beim Bau der Berliner Mauer von den übrigen getrennt wird. Schablone für diese vier Charaktere sind Personen aus meiner eigenen Schulzeit, die nicht unbedingt Freunde waren und die zudem nicht alle Eigenschaften aufwiesen, die ich ihnen im Roman letztlich zuweisen möchte. Die Freundschaft dieser vier geht zurück auf die Zeit des Zweiten Weltkriegs, in dem sie voneinander getrennt werden. Als in Berlin die Mauer errichtet wird, werden die Freunde also erneut getrennt und später dann, im hohen Alter treffen sie sich erneut wieder. So zumindest die Idee… Mehr als 10 Seiten auf Papier, die im Sommer 2006 entstanden, gibt es davon aktuell (2011) nicht.

Weg zur Sonne – Die Küste der Kleinigkeiten – 2007: Im Jahr 2007 nahm ich dieses Projekt in Angriff. Bislang hat es knapp 20 Normseiten Umfang und zumindest 7 Kapitel. Schauplatz ist Südspanien. Das Projekt hatte lange Zeit nur den Namen “Küste der Kleinigkeiten”. Ich beriet mich auch mit jemandem über den Titel. Letztlich kam die Ergänzung zufällig.

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